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Britisches Gesundheitssystem ist am effektivsten
Britisches Gesundheitssystem ist am effektivsten

New York - Das britische Gesundheitssystem ist das effektivste. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Commonwealth Fund http://www.commonwealthfund.org gekommen, die sieben Industrienationen miteinander verglichen hat.



Untersucht wurden fünf Bereiche der Performance: Qualität, Effizienz, Zugang, Gleichheit und gesundes Leben. Die USA schnitten bei dieser Bewertung allgemein am schlechtesten ab. Zusätzlich wurden auch Daten aus Australien, Kanada, Deutschland, den Niederlanden und Neuseeland ausgewertet. Es gibt laut Studie jedoch in jedem Land noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Hohe Qualität, kurze Wartezeit

Die aktuelle Untersuchung ist eine Aktualisierung von drei bereits erschienenen Veröffentlichungen. Enthalten sind die Erfahrungen von Ärzten und Patienten mit ihrem eigenen Gesundheitssystem. Mehr als 27.000 Patienten und in der medizinischen Grundversorgung tätige Ärzte wurden befragt. Damit wurde bereits 2007 begonnen. An erster Stelle standen die Niederlande, knapp gefolgt von Großbritannien und Australien.

Das britische Gesundheitssystem schnitt vor allem bei der Qualität und dem Zugang zur Pflege gut ab. Hervorgehoben werden die relativ kurzen Wartezeiten bei der Grundversorgung und der Zugang außerhalb der Kernzeiten. Länger warten müssen die Patienten laut BBC jedoch bei der Behandlung durch Fachärzte und wahlfreien chirurgischen Eingriffen ohne Notfall. Die Niederlande schnitten bei allen Wartezeiten sehr gut ab.

Prozentsatz des BIP entscheidend

Bei der Effizienz waren Großbritannien und Australien an erster Stelle. Entscheidend für die Bewertung war der Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts, der in einem Land für die Gesundheit der Bürger ausgegeben wird. Zusätzlich wurden die Ausgaben für Verwaltung und Versicherungen berücksichtigt.

Die USA lagen in den meisten Bereichen im Vergleich zu anderen Ländern am unteren Ende der Liste. Dazu gehörten der Zugang und die Qualität der Versorgung, die unabhängig von dem Einkommen des Patienten zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass das US-amerikanische Gesundheitssystem weltweit am kostenintensivsten ist. Zu berücksichtigen ist allerdings auch, dass Bürger in den USA nicht durch allgemeine Krankenversicherung versorgt sind.

Gesundheitsreform soll helfen

Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die im Februar 2009 gestartete Gesundheitsreform dieses Problem in Angriff nehmen wird. Bis 2014 sollte der Zugang zu medizinischer Versorgung verbessert und auch leichter finanzierbar werden. Davis weist darauf hin, dass die von Ärzten und Patienten zur Verfügung gestellten Daten auch Einschränkungen unterliegen. Wichtige Daten aus den Krankenakten oder aus der Verwaltung konnten nicht berücksichtigt werden. Die Einschätzungen der Befragten könnten durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Erwartungen beeinflusst sein.



DruckenDrucken | 27-06-2010, 08:00:00 | Admin