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Qualitätscheck: Gutes Zeugnis für Schweizer Ärzte
Qualitätscheck: Gutes Zeugnis für Schweizer Ärzte

Bern/Zürich - Gerade für den Ruf der Ärzteschaft ist die Einhaltung von Qualitätskriterien und gewisser Standards maßgeblich. Die Öffentlichkeit verlangt dabei immer öfter nach mehr Transparenz.



Die Mediziner selbst stellen sich aber ein gutes Zeugnis in Qualitätsfragen aus. Wie die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH http://www.fmh.ch im Rahmen des Projekts Q-Monitoring aufzeigt, "leisten Ärzte im Dienste ihrer Patienten umfassende Qualitätsarbeit". In der Hausarztmedizin, der Psychiatrie und Orthopädie sei das Engagement vielfältig und weitgehend stark.

Extra-Aufwand abseits der Visiten

"Die Aktivitäten der Ärzte laufen abseits der Visiten, um die Qualität ihrer Arbeit zu steigern", sagt Daniel Herren, Mitglied des Zentralvorstands der FMH, im Gespräch mit pressetext. "Sie leisten damit einen Extra-Aufwand", betont der Chefarzt der Handchirurgie an der Schulthess Klinik in Zürich.

Beinahe drei Viertel der Hausärzte nehmen etwa an Qualitätszirkeln teil. Mehr als 60 Prozent besuchen sogar interdisziplinäre Fallbesprechungen. Die Teilnahme an Intervisionsgruppen zähle im Fachbereich Psychiatrie mit 90 Prozent praktisch zum Standard. Zudem bilden sich die Mediziner zugunsten der Betriebs- und Patientensicherheit sowie in Organisations- und Managementfragen weiter.

Keine Jagd auf "schwarze Schafe"

Zwar ist die Untersuchung "nicht vollständig repräsentativ", räumt die FMH ein. So dürften hauptsächlich ohnehin an Qualität interessierte Ärzte daran teilgenommen haben. Dennoch belege sie "das breite Spektrum an geleisteter Qualitätsarbeit" in der Praxis. "Schon die Qualitätsarbeit per se dürfte dazu führen, dass Verbesserungen erreicht werden", meint Herren gegenüber pressetext. Dabei sei sogar noch irrelevant, welche Art von Arbeit extra geleistet werde. Anhand der Erkenntnisse sollen keine "schwarzen Schafe" identifiziert, sondern Feedback gegeben werden, um die Situation zu verbessern sowie Fort- und Weiterbildung zu optimieren, schließt Herren.



DruckenDrucken | 04-07-2010, 08:00:00 | Admin